Auf dem Weg zum Hund hat sich nicht nur der Wolf verändert, sondern auch seine Ernährungsgewohnheiten. Unsere heutigen Haushunde sind Allesfresser mit dem Verdauungssystem eines Fleischfressers. Während ihrer Selbstdomestikation ernährten sich Hunde wohl in erster Linie von den Abfällen der menschlichen Ernährung - tierischen Nebenprodukten.
Betrachten wir zuerst die Ernährungsweise des Wolfes: Wölfe jagen im Rudel und ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen fressendem Großwild. Die Beute wird „mit Haut und Haaren“, einschließlich der Eingeweide, komplett aufgegessen. Magen- und Darminhalt der Beutetiere stellen eine wertvolle Quelle für vorverdaute pflanzliche Nahrung dar.
Einzeln lebende Wölfe können kein Großwild erlegen und ernähren sich von kleinen Beutetieren, wie Kaninchen, Mäusen, Ratten oder sogar Insekten. Auch Obst wird genommen, um das Überleben zu sichern. Der Mageninhalt eines von Jägern erlegten Wolfes bestand einmal ausschließlich aus Birnen. Besteht die Nahrung ausschließlich aus Muskelfleisch, drohen allerdings Mangelerscheinungen.
Hunde wurden wahrscheinlich über Jahrtausende danach selektiert, sich davon zu ernähren, was die Menschen übrig ließen. Heute nennt man das "tierische Nebenerzeugnisse". Was genau damit gemeint ist, verrät kaum ein Hersteller. Vermutlich Teile des Schlachttieres, deren Verzehr wir aus ästhetischen Gründen ablehnen, oder für die unser Verdauungssystem nicht geeignet ist. Die meisten Hunde werden heute mit kommerziellem Trocken- oder Nassfutter ernährt, obwohl das Misstrauen in die Hersteller groß ist. Es ist die einfachste Lösung, auch wenn es darum geht, Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Schwedisches Hundefutter stellt hier eine gute Alternative dar. In Schweden gelten scharfe Bestimmungen für die Produktion von Hundefutter. Zum Beispiel dürfen nur Rohstoffe verwendet werden, die auch für die Herstellung von Lebensmitteln zugelassen sind.
Ein weiterer Tipp: Reico Hundefutter gesunde Ernährung für den Hund
Der Energiebedarf der Hunde liegt zwischen 50 und 70 kcal pro Kilogramm Körpergewicht. Er ist natürlich von der Aktivität des Hundes abhängig. Den Energiegehalt des Futters kann man berechnen, indem man den Proteingehalt (in %) mit dem Faktor 4 und den Fettgehalt (ebenfalls in %) mit dem Faktor 9 multipliziert und addiert. Diese Zahl wird mit dem Gewicht der Mahlzeit multipliziert und durch 100 geteilt.
Beispiel:
Proteingehalt: 9%, Fettgehalt: 6% in einer 800g Dose:
(9 * 4) + (6 * 9) *8 = 720 kcal
Erstaunlicherweise scheint handelsübliches Hundefutter keine Kohlenhydrate zu enthalten, obwohl auf der Zutatenliste Getreide und Zucker angegeben werden. Da stimmt etwas nicht. Da muss man wohl den Hersteller fragen...
Der Eiweißbedarf eines erwachsenen gesunden Hundes liegt bei 4g pro Kilogramm Körpergewicht. (Zum Vergleich: unser Eiweißbedarf beträgt nur 1g /kg). Der Fettgehalt der Nahrung sollte zwischen 10 und 30 Prozent liegen. Tierische Fette müssen dabei sein. An ungesättigten Fettsäuren ist Linolsäure wichtig und sollte etwa zwei Prozent der Tageskalorien ausmachen.
Hunde sind Allesfresser, ihr Gebiss und Verdauungsapparat zeugen aber von einer Vergangenheit als Raubtier. Hunde besitzen 42 Zähne, von denen die meisten spitz und scharf sind. Geschaffen für das Reißen und Zerschneiden von Fleisch. Anders als bei Pflanzenfressern ist das Kiefergelenk unbeweglich, öffnet und schließt sich wie ein Scharnier, ist aber für das Zermahlen von Pflanzenteilen nicht geeignet.
Hunde kauen ihre Nahrung kaum, sie schlucken sie einfach runter. In erster Linie der Geruch, dann die Textur und zuletzt der Geschmack der Mahlzeit entscheiden, ob wie dem Hund die Mahlzeit schmeckt. Hunde besitzen nur wenige Geschmacksknospen,etwa 1500. Wir Menschen haben etwa 9000 davon, die süß, sauer, salzig und bitteren Geschmack wahrnehmen. Auch ein spezieller Wasserrezeptor soll dabei sein. Grundsätzlich besitzt ein Tier umso mehr Geschmacksknospen, je länger es seine Nahrung kaut. Das darf man aber nicht mit dem Geschmacksempfinden verwechseln, das hauptsächlich der Geruchssinn leistet. Fido hat sehr wohl das Zeug zum Gourmet. Im Hundespeichel gibt es auch keine Amylase, ein Enzym, das Kohlehydraten abbaut. Damit sind Hunde gut an ihre fleischliche Nahrung und das rudimentäre Kauen angepasst. Wer seine Nahrung nicht einspeichelt braucht auch keine Kohlenhydrate abbauenden Enzyme im Speichel.
Die Speiseröhre ist relativ weit. So kann er schon verschluckter Nahrung leicht wieder hervorwürgen. Es ist für einen Hund ganz normal, Erbrochenes zu fressen. Im Wildhunderudel wird die Nahrung für stillende Mütter oder auch deren Welpen im Magen transportiert und dann wieder hervorgewürgt.
Die Nahrung verbleibt recht lange, 4-8 Stunden, im Magen. Durch die Absonderung von Magensäure, echter Salzsäure, herrscht ein extrem saures Milieu, der pH liegt zwischen 1 und 2.
Zusätzlich sind verdauungsaktive Enzyme am Werk. Es bildet sich ein Speisebrei, der schließlich in den Dünndarm gelangt. Hier herrscht ein relativ neutraler pH. Enzyme von Leber und Bauchspeicheldrüse beginnen zu arbeiten. Im Dickdarm werden dann überschüssiges Wasser und Ionen, die für den Wasserhaushalt wichtig sind, entzogen. Was übrig bleibt kommt hinten raus.
Fleischfresser besitzen einen kurzen Darm. Er ist nur etwa viermal so lang wie das Tier und die Nahrung passiert den Darm relativ schnell. So ist auch mit Krankheitserregern belastete Nahrung weniger gesundheitsschädlich. Ein Hund kann sich die aufgedunsenen Innereien, die er aus dem Wasser fischt, unbesorgt schmecken lassen.